Animations-Lehrgang 3

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Tipps für eine gute Animation
Doppelbilder:Um eine Szene mit mehr Leben zu füllen, reicht es manchmal schon, wenn man dasselbe Bild doppelt zeichnet (abpausen). Durch das Handzeichnen sind sie leicht  verschieden. Man setzt sie nun in der Filmsequenz hintereinander, sodass sie sich immer abwechseln und das Ganze wirkt schon viel lebendigerIn dieser Animation (oben) wurde einfach eine Struktur in zwei verschiedenen Versionen angelegt und über die Szene geblendet.
Zwichenschnitte:Um Szenen voneinader abzugrenzen, benutzt man Zwischenschnitte. Meist irgendetwas Belangloses, wie ziehende Wolken, plätschernder Bach, leute, die eine Routine-Tätigkeit ausführen, etc. Dieselbe Zwischen-animation kann man ohne weiteres mehrmals benutzen.Wenn Szenen für die Darstellung zu  kompliziert sind, also um Arbeit zu sparen), kann man manchmal auch solche Zwischen-Schnitte benutzen und einen Sprecher aus dem Off die Handlung erzählen lassen.Zwischenschnitte fügen sich besser in den Gesamtfilm ein, wenn man den Sound der Vorszene ein Stück in sie hineinlaufen lässt und den Sound der nachfolgenden Szene schon im Zwischenschnitt einblendet.
Sound:Wenn der Hintergrundsound sehr vielschichtig ist, dann wirkt die ganze Szene meist schon lebendig, auch wenn in der Animation gar nicht so viel passiert.
Luftaufnahme:Viel Bewegung oder da, wo es nötig ist, eine Bewegung im Raum dar-zustellen, kann man ganz gut mit Luftaufnahmen abhandeln.zurück
Teil 3: Arbeiten mit Bildebenen

Im dritten Teil geht es um die Bildhintergründe. Wie im ganzen Workshop ist hier das Ziel: Viel Aktion mit wenig Aufwand. Aufwand machen vor allem die Zeichnungen, also gilt es, daran zu sparen und trotzdem viel Bewegung zu erzeugen.

Bewegegung:

1. Zoom

Man legt die Hintergrundbilder großer an, als die Filmauflösung. Durch Vergrößern oder Verkleinern des Hntergrundes kann man nun einen Zoom-Effekt erzeugen. (Achtung! Wenn schon Figuren im Bild sind, müssen diese natürlich ebenfalls um den gleichen Faktor skaliert werden.)

2. Kamerafahrt

Hier werden die Bilder ebenfalls größer angelegt. Mit Verschieben kann man nun Kamerafahrten erzeugen. Nett ist der Effekt, wenn man eine Figur auf der Stelle laufen läßt und stattdessen den Hintergrund verschiebt.

3. Vordergrund

Mehr Tiefe (Räumlichkeit)erhält eine Szene, wenn man auch noch
im Vordergrund eine „Hintergrund“-Ebene hat, z.B. Bäume,
Gräser, Laternen, sonstige Gegenstände, hinter denen die Figuren
agieren.

4. Paralaxscrolling

Durch diesen Effekt wird viel Tiefe erzeugt. Hier nutzt man das Wahrnehmungsphenomän aus, was sicher jeder kennt, der schon mal bei einer Zugfahrt aus dem Fenster geschaut hat. Dinge/ Landschaft, die näher dran sind, scheinen sich viel schneller zu bewegen, als Dinge/ Landschaft, die weit weg liegen.

Man benutzt dafür nicht nur ein Hintergrundbild, sondern mehrere Ebenen (gut geeignet sind Gebirgsketten, aber auch Himmel, Hintergrundwiese, Bäume im vorderen Bereich)

Diese Ebenen werden nun in unterschiedlicher Geschwindigkeit verschoben. Die hinterste am langsamsten und die vorderste am schnellsten. Die mittleren entsprechend gestaffelt nach ihrem Abstand in der Tiefe. Das Paralaxscrolling wurde früher oft bei zweidimensionalen Computerspielen verwendet, die dadurch eine räumliche Anmutung erhielten.

Stimmung:5. Gewitter: 

Man benötigt natürlich einen Blitz und verändert die Bildmodifizierung folgendermaßen:
Erst kommt der Blitz, danach wird der Kontrast des Bildes stark erhöht und besonders gut wirkt es, wenn die Gegenstände und Figuren im Vordergrund, an der Seite, wo der Blitz aufblitzte, eine helle Kontur erhalten.

6. Sonnen- Auf- und Untergang:

Das Hintergrundbild wird im hellen Zustand erzeugt. Es wird eine Kopie erstellt, die um einiges dunkler und weniger gesättigt ist und die beiden werden ineinander übergeblendet. Schicker ist es, wenn man mit mehreren Ebenen arbeitet, wenn der Himmel einen sich farblich ändernden Verlauf hat.

Spartricks: 

1. Bildsequenzen auf verschiedenen Hintergründen und in verschiedenen Ausschnitten

Um immer wieder dieselben Filmsequenzen verwenden zu können, ohne dass es auffällt, kann man die einzelnen Sequenzen der Figuren vor verschiedenen Hintergründen benutzen, die Reihenfolgen der Sequenzen anders kombinieren und andere Ausschnitte zeigen, z.B. mal weiter weg, mal in Nahaufnahme, auch gerne mal angeschnitten
im Bild.

2. Überblendungen von Einzelbildern

Bei gewollt hektischen Szenen wirkt es wie Absicht, wenn man einfach Eizelbilder, ohne Bewegungsübergang hintereinander setzt. Bei bedächtig langsamen Szenen kann man über eine langsame Blende viel Zeit rausschlagen.

3. Nahaufnahmen

Nahaufnahmen haben zwei Vorteile: Sie erhalten wenig Details. Es muss also nicht viel gezeichnet und/oder animiert werden und man kann sie (wie schon in Punkt 1 angesprochen) in verschiedenen Ausschnitten zeigen. Es kann immer ein anderer Ausschnitt desselben Bildes sein. So bringt man mit wenig Arbeit viel Bewegung.

4. Schattenbilder

Eignen sich besonders für Nachtzsenen, aber man kann das Licht auch so setzen, dass es wie eine Gegenlichtaufnahme wirkt. Hier werden die Figuren nur einfarbig wie Schattenbilder erstellt. Das spart Arbeit, denn frontal brauchen sie keine Mimik und man hat nicht das Problem mit den Konturen und Nahtstellen. (siehe Teil 1)

Tipp zum Schluss:

Einfach mal im Fernsehen und Animationen im Internet genauer darauf achten, welche Tricks hier angewendet werden. Gerade japanische Animes sparen ganz gerne mit Zeichnungen.

 

 

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